Vielfältige Leistungen von
Bobath bis Traktionsbehandlung

92Die Auswahl eines Behandlungskonzepts hängt von verschiedenen Faktoren ab. Wir orientieren uns an den Empfehlungen Ihres behandelnden Arztes oder Ihrer Ärztin, lassen aber auch unsere eigenen Beobachtungen und Erfahrungen in das Therapiekonzept einfließen. Unser Therapeutenteam bildet sich ständig fort, so dass Sie auf die hohe Qualität unserer physiotherapeutischen Behandlungen vertrauen können.

Informieren Sie sich in der Übersicht über die Vielfalt unserer Behandlungsmethoden. Wenn Sie wissen möchten, was Krankengymnastik nach Bobath bedeutet, was PNF ist oder was sich hinter einer Schlüsselzonenmassage verbirgt, blättern Sie einfach durch unseren Leistungskatalog.

Krankengymnastische Behandlungen


Das Bobath-Konzept ist ein ganzheitlicher Therapieansatz, der besonders Menschen mit neurophysiologischen Problemen hilft. Diese Symptome treten häufig nach einem Schlaganfall, bei einem Schädelhirntrauma, im Wachkoma oder bei neurologischen und neuromuskulären Erkrankungen auf. Für den Erfolg einer Therapie nach Bobath ist das enge Zusammenspiel von Ärzten, Therapeuten und Pflegepersonen notwendig. Auf dieser Basis wird ein individueller Befund erhoben und ein an den Behandlungsfortschritt anpassbares Therapiekonzept entwickelt.

Die PNF wird in der Physiotherapie eingesetzt, wenn alltägliche Fähigkeiten wie z. B. das sichere Gehen, das Aufstehen, das Halten des Gleichgewichts, die Feinmotorik der Hände, aber auch das Essen, Schlucken, Sprechen oder Atmen aufgrund bestimmter Erkrankungen eingeschränkt sind. Zu diesen Erkrankungen können Unfälle oder Gelenkoperationen gehören, aber auch multiple Sklerose, Morbus Parkinson, ein Schlaganfall, ein Schädel-Hirn-Trauma oder eine Querschnittslähmung.

Die PNF baut auf dem Zusammenspiel von Nerven und Muskeln auf. Sie regt die so genannten Rezeptoren, unsere Bewegungsfühler, an. Wenn die Reizweiterleitung zwischen Muskeln, Nerven und Gehirn aktiviert werden kann, was durch gezielte Übungen der Muskeln erreicht wird, so werden Ihnen bestimmte Anstrengungen zunehmend leichter fallen: der Spaziergang wird wieder zum Vergnügen, weil die Beine nicht mehr schwer sind oder das Essen bleibt auf der Gabel, weil die Hand nicht mehr zittert, wenn Sie sie zum Mund führen.

  • Einzelgymnastik
  • Krankengymnastische Behandlung nach Amputation

Manuelle Therapie

Diese Untersuchungs- und Behandlungstechnik spürt Funktionsstörungen am Bewegungsapparat auf und behandelt sie. Durch die manuelle Therapie wird der normale Bewegungsspielraum von Gelenken wiederhergestellt. Häufig ist damit eine Störung der Muskelfunktionen verbunden, die auf diesem Wege ebenfalls beseitigt werden.

Bei Rücken-, Kopf- und Nackenschmerzen sind nicht selten Fehlfunktionen im Mund-Kiefer-Gesichtsbereich die Ursache. Auch Fehlhaltungen des Rumpfes können zu Fehlstellungen im Bereich der Kiefergelenke führen. Dieses Krankheitsbild wird aufgrund seiner Komplexität ganzheitlich manualtherapeutisch behandelt, um Schmerzen zu lindern und Fehlfunktionen zu beheben. Die Behandlung verordnet in der Regel ein Zahnarzt.

Drehschwindel und Ohrengeräusche, die unter anderem mit Beschwerden der Halswirbelsäule einhergehen, können durch den Einsatz manueller Techniken wirksam behandelt werden.

Etliche funktionelle Störungen des zentralen und peripheren Nervensystems werden effektiv mit Hilfe manueller Techniken behandelt. Dazu gehören z. B. das Karpaltunnelsyndrom, die Ischialgie, Symptome des Burn-outs und andere mehr.

  • Osteopathische Techniken

Massagetherapie

Die klassische Massage wirkt unmittelbar und direkt bei Verspannungen, Muskelverhärtungen und allgemeinen Beschwerden am Bewegungsapparat.

Die Schlüsselzonenmassage ist ein ganzheitlicher Therapieansatz zur Schmerzlinderung bei orthopädischen Beschwerden. Diese Tiefenmassage, die gezielt an Muskeln und Bändern angewandt wird, wirkt sowohl direkt als auch reflektorisch.

Bei den Massagetechniken an den Reflexzonen (Bindegewebsmassage, Kolonmassage, Periostmassage und Fußreflexzonenmassage) werden bestimmte Reflexzonen behandelt. Damit werden Organfunktionen beeinflusst und Schmerzen gelindert.

Mit der manuellen Lymphdrainage wird der Lymphabfluss verbessert. Lymphe sammelt sich besonders in Ödemen und angeschwollenen Körperteilen. Sie können nach Unfällen, bei bestimmten Erkrankungen, aber auch nach Operationen entstehen. Durch die Lymphdrainage wird das betroffenen Gewebe entstaut und die Wundheilung gefördert. Dabei ist es wichtig, dass das gesamte Lymphsystem behandelt wird. Daher beginnt eine Lymphdrainage in der Regel in den großen Lymphsammelgefäßen im Halsbereich und setzt sich fort in die Arme, Beine und den Rumpf. Der leichte, kreisende Druck regt nicht – wie bei der klassischen Massage – die Durchblutung an, sondern verteilt die Lymphflüssigkeit gleich mäßig im Gewebe und leitet sie in das Lymphgefäßsystem ab.

Weitere Therapiemöglichkeiten

In der Elektrotherapie wird elektrischer Strom angewendet, um die natürlichen Heilungsvorgänge zu aktivieren und zu unterstützen.

Durch leichten und genau dosierten Zug an der Wirbelsäule wird der Druck von Bandscheiben und Nervenwurzeln genommen. Diese Methode hat sich bei der Behandlung von Rückenschmerzen besonders bewährt.

Das Prinzip der Lösungstherapie ist die ganzheitliche Erfassung des Patienten, die über eine reine Symptombehandlung weit hinausgeht. Das Behandlungsziel ist ein gelöster Zustand auf geistiger und körperlicher Ebene. Bei dieser Muskeltonusregulation geht es vor allem um das ausgewogene Zusammenspiel von synergistischen und antagonistischen Muskelgruppen. Die Lösungstherapie wurde um 1920 von Alice Schaarschuch entwickelt und um 1970 von Hedi Haase weiterentwickelt.

  • Naturmoorpackungen
  • Hausbesuche