| Kategorie: Kinderphysiotherapie

Bei diesem Orthesenkonzept wird die Muskelspannung (Tonus) mittels Druck und Zug positiv beeinflusst. Durch entsprechende Reize werden Bewegungen angebahnt, ausgelöst und geführt. Radialer Druck (Kompression) und funktionelle Züge (spezielle Lycra-Lagen) helfen Bewegungen anzubahnen, zu führen und die Muskelspannung im Sinne des Versorgers zu beeinflussen. Abhängig von der Ausgangssituation des Nutzers wird so die hypotone Muskulatur angeregt bzw. die hypertone Muskulatur gehemmt.

Kind ohne GPS- Orthese

Kind ohne GPS- Orthes

Aufbau der Dynamic GPS Soft-Orthese:

Wie eine zweite Haut liegt die Dynamic GPS Soft-Orthese dem jeweiligen Körperteil eng an. Durch den so ausgelösten Druck und den Zug auf die unterschiedlichen Rezeptoren der Haut, des Unterhautgewebes und der Muskulatur, wird die Wahrnehmung (Propriozeption) z.B. des Armes, des Beines oder des Rumpfes verbessert. Die Stellung der Extremität im Raum wird durch die entsprechenden Rückkopplungsmechanismen zwischen Gehirn und Rezeptoren bewusster gemacht. Die Bewegungsqualität kann so günstig beeinflusst werden. Entsprechend angebrachte Verstärkungspelotten und aufgenähte dynamische Züge erhöhen die Stabilität (z.B. im Becken und ermöglichen dadurch beim Gehen ein besseres Durchschwingen des Spielbeines). Die Dynamic GPS Soft Orthese wird individuell nach den jeweiligen Bedürfnissen des Nutzers auf Maß gefertigt. Um den Erfolg dieses Orthesenkonzeptes sicherzustellen, liefert Pro Walk GmbH diese Orthese nur an speziell geschulte Betriebe der Orthopädietechnik.

Vorteile der Dynamic GPS Soft-Orthese:

Durch die elastische Materialauswahl und die entsprechenden Verstärkungen wird das sogenannte pathologische Bewegungsmuster bei Zerebralparese nicht mit „Gewalt“ durchbrochen, sondern eine qualitativ bessere Bewegung von Seiten des Nutzers gefordert.
Verbesserte Bewegungsmuster führen meist zu einer günstigeren biomechanischen Belastung der Gelenke und erhöhen den Trainingseffekt außerhalb der Kompensationsmuster.
Nicht selten sind bei gehfähigen Nutzern, zusätzlich zur Dynamic GPS Soft-Orthese, herkömmliche Unterschenkelschienen erforderlich, um das obere Sprungelenk zu stabilisieren. Die Dynamic GPS Soft-Orthese kann hierbei unter den herkömmlichen Schienen getragen werden.
Abhängig vom Orthesentyp kann die Dynamic GPS Soft-Orthese mit dazu beitragen, die Stabilität im Sitzen zu verbessern, die Grob- und Feinmotorik günstig zu beeinflussen, das Gleichgewicht und die Sicherheit zu verbessern, den Positionswechsel, die Atmung sowie die Sprache zu erleichtern.

Indikation:

Angezeigt ist das Dynamic GPS Soft-Orthesenkonzept bei Patienten mit unterschiedlichen Formen der Zerebralparese, wie Hemiplegie, Tetraplegie, Diplegie und unterschiedlichen Tonussituationen, wie z.B.:

  • Hypertonus
  • Hypotonus
  • wechselndem Muskeltonus
  • Athetose
  • Ataxie
  • Folgezustände nach schwerer Encephalitis
  • Zustand nach schwerem Schädel-Hirn-Trauma
  • Multiple Sklerose
  • Schlaganfall
  • Neurodegenerative Erkrankungen
  • Neuroorthopädische Erkrankungen
  • ausgewählte orthopädische Erkrankungen
  • hypotone Syndrome

Durch den Einsatz der Dynamic GPS Soft-Orthese kann der Muskeltonus bei unterschiedlichen Erkrankungen günstig beeinflusst und neue Bewegungsmuster erfahren werden.
Die Dynamic GPS Soft-Orthese stellt eine Bereicherung in der Behandlung unterschiedlicher Krankheitsbilder dar, die mit Bewegungsstörung oder Bewegungseinschränkung einhergehen.

 

Inhalt und Fotos sind der Website des Herstellers Pro Walk Rehabilitationshilfen und Sanitätsbedarf GmbH

Woogstrasse 48
D-63329 Egelbach entnommen

| Kategorie: Allgemein

Was eine schnelle Behandlung von Rückenschmerzen bewirken könnte

Jede einzelne Minute entsteht in Deutschland volkswirtschaftlicher Schaden in Höhe von knapp 100.000 Euro – allein aufgrund von Rückenschmerzen. Mit den Kosten, die innerhalb eines Jahres verursacht werden, könnte man gar neunmal den Berliner Flughafen (BER) bauen oder jedem Bürger die jährliche Mitgliedschaft in einem hochwertigen Fitnessstudio finanzieren.

Die immensen Ausgaben für das Krankheitsbild Nr. 1 in Deutschland zeigt der sogenannte Rückenkosten-Zähler  (Quelle: ergotopia.de) mit beachtlichen Vergleichen anschaulich auf. Stellen Sie sich vor, man würde die deutschlandweiten Kosten für Rückenschmerzen stattdessen für Kita-Plätze investieren. Innerhalb von zehn Minuten wäre bereits genug Geld beisammen, um 375 Kindern eine Kita-Betreuung zu ermöglichen. Pro Stunde, errechnet der Rückenkosten-Zähler, werden in der Bundesrepublik etwa 25 Rückenoperationen durchgeführt.

Führt man sich diese Zahlen vor Augen, drängt sich die Notwendigkeit von präventiven Maßnahmen und einer schnellen physiotherapeutischen Behandlung in Form eines Direktzugangs umso stärker auf.

Was bedeutet „Direktzugang“?

Bislang muss eine Behandlung vom Arzt verordnet werden. Dadurch sehen sich viele Therapeuten eingeschränkt. Denn es gehört zu ihrer Fachkompetenz, für die jeweilige Diagnose die richtige Therapie festzulegen. Viele Therapeuten beherrschen zudem durch Weiterbildungen eine viel größere Palette von Anwendungen und Behandlungen, als den Ärzten bekannt ist. Auch in Modellversuchen  (Quelle: Ärztezeitung.de vom 01.10.2013) von Physiotherapeuten bestätigte sich dies.

So könnten nicht nur operative Eingriffe verhindert, sondern damit einhergehend auch Ausgaben in Milliardenhöhe eingespart werden. Fest steht: Eine früh einsetzende Behandlung durch Physiotherapeuten führt zu signifikant weniger Operationen, Injektionen oder weiteren bildgebenden Verfahren. Eine aktuelle Studie aus den USA (Childs et al. 2015) belegt: Menschen mit akuten, unspezifischen Rückenschmerzen, die spätestens nach 14 Tagen vom Physiotherapeuten behandelt wurden, verursachten im Durchschnitt 60 Prozent weniger Kosten als Patienten, die erst später zum Therapeuten überwiesen wurden.

Auch die Politik unterstützt das Vorhaben. So erstellte die Arbeitsgruppe Gesundheit der Union ein derartiges Positionspapier. Würden Ärzte ihre Patienten künftig ohne Behandlungsvorgaben zum Therapeuten schicken, ließe sich laut Union sogar Geld sparen, da sich die Zahl der Behandlungen verringere. Patienten profitieren demnach stärker von Maßnahmen, die der Therapeut vorschlägt, die Zufriedenheit der Fachkräfte würde steigen. Zudem würde den Ärzten Arbeit abgenommen.

Seit 2011 wir in Zusammenarbeit mit der BIG Gesundheit und dem Berufsverband der Physiotherapeuten IFK solch ein Modellvorhaben  getestet und wissenschaftlich begleitet. Momentan befindet sich das Modellvorhaben in den letzten Zügen. Zwischenergebnisse zeigen aber jetzt schon einen positiven Verlauf auf.

Informationen aus folgenden Quellen:Pressemitteilung des ifk vom 26.08.2015, Ärztezeitung vom 01.10.2013, ergotopia.de; Pressemitteilung big-direkt.de v. 02.07.2015; Artikel der zeit.de v. 02.04.2015)

Fotonachweis: Sebastian Kaulitzki – Fotolia.com (Bearbeitung: Med-PR)

| Kategorie: Kinderphysiotherapie

Eine Studie der Ludwig- Maximilians- Universität München zeigt auf, das bei Kindern, die mit fünf Jahren oder kurz nach ihrem sechsten Geburtstag eingeschult werden, häufiger ADHS diagnostiziert wird, als bei älteren Mitschülern.

Dazu wurden kassenübergreifend Daten von 7 Millionen Kindern zwischen vier und vierzehn Jahren aus den Jahren 2008 bis 2011 analysiert.

Nicht beantworten kann diese Studie aber die Frage, warum die jüngeren Kinder eines Klassenverbandes mit einer höheren Wahrscheinlichkeit eine ADHS-Diagnose erhalten als ihre älteren Klassenkameraden.

Die Forscher vermuten jedoch, dass das Verhalten jüngerer – und damit oft unreiferer – Kinder in einer Klasse mit dem der älteren Kinder verglichen wird. Dann wird deutlich, dass Impulsivität, Hyperaktivität und Unaufmerksamkeit bei den jüngeren ausgeprägter sind – die Wahrscheinlichkeit einer ADHS-Diagnose steigt, weil das Verhalten im Vergleich zu jenem der älteren Kinder möglicher- weise als ADHS interpretiert wird.

Die Studie zeigt auch die Auswirkungen des schulischen Umfelds und der Familiensituation auf die Häufigkeit einer ADHS-Diagnose. Die Ergebnisse geben Hinweise darauf, dass bei größeren Klassen und einem höheren Anteil ausländischer Schüler – was die Unterrichtsbedingungen wahrscheinlich erschwert – der Zusammenhang zwischen relativem Alter und ADHS stärker ist. „Möglicherweise fällt bei schwierigeren Unterrichtsbedingungen die relative Unreife jüngerer Kinder in der Klasse stärker auf“, sagt Dr. med. Jörg Bätzing-Feigenbaum, Mitautor und Leiter des Versorgungsatlas. Auch ein höherer Bildungshintergrund der Eltern verstärkt den Alterseffekt. Hier vermuten die Wissenschaftler, dass Eltern mit einem höheren Bildungsgrad mehr auf die Förderung ihrer Kinder achten und daher weniger bereit sind, Nachteile in Kauf zu nehmen, die durch die relative Unreife ihrer Kinder entstehen könnten. Diese Faktoren sind mögliche Ursachen für die regionalen Unterschiede auf der Kreisebene, welche die Forscher ebenfalls gefunden haben.

„Unsere Studie zeigt, dass die traditionelle Einschulungspolitik, bei der die Schulpflicht an gegebene Stichtage geknüpft wird, die Diagnosehäufigkeit psy- chischer Erkrankungen bei Kindern beeinflussen kann. Kinder, die quasi gleich alt sind, haben aufgrund der Einschulungspolitik ein unterschiedlich hohes Risiko, eine ADHS-Diagnose zu bekommen“, schreiben die Forscher. Da eine solche Diagnose stigmatisierend sein kann und die medikamentöse Therapie von ADHS starke Nebenwirkungen haben kann, sollten die neuen Erkenntnisse sowohl von der Politik als auch von den Ärzten bei der Diagnosestellung beachtet werden. Die Forscher empfehlen, in zukünftigen Studien zu untersuchen, ob und welche Änderungen in der Einschulungspolitik, etwa eine flexible Schuleingangsphase, den Zusammenhang zwischen relativem Alter in der Klasse und ADHS abmildern kann.

 

Informationen wurden aus einem Artikel der Zeitung „Die Zeit“ vom 11.08.2015 und der Info-Website www.versorgungsatlas.de entnommen

Copyright des Bildes:lb medien

| Kategorie: Fachtag

Am Freitag 16.10.2015 war es so weit: Die Vorbereitungen des interdisziplinären Fachtages „Kinder verstehen“ fanden ihren Höhepunkt. Pünktlich 19.30 Uhr verdunkelte sich das Licht der Aula in der Werkstattschule Rostock. Eltern, Fachkräfte und Interessenten warteten gespannt auf den Referenten Dr. Herbert Renz-Polster.

Auf den Spuren unserer Vergangenheit

Der Kinderarzt und Wissenschaftler begleitete die Gäste auf einer Reise in die Vergangenheit. Er lud seine Zuhörer ein, kindliches Verhalten aus Perspektive der Evolution zu betrachten. Gibt es vielleicht einen Grund, warum Kinder nicht alleine schlafen wollen? Warum erscheinen Trotzanfälle wie aus dem Nichts im zweiten Lebensjahr? Schließlich wird auch das liebe Gemüse rigoros von unseren Sprösslingen aussortiert. Im Anschluss an den Vortrag folgte eine spannende Fragerunde.

Interdisziplinärer Fachtag

Am Samstag, den 17.10.2015 ab 8.30 Uhr füllte sich die Aula erneut. Für jenen Tag stand eine Konferenz für Fachpublikum mit Hebammen, Physiotherapeuten, Logopäden, pädagogischen Fachkräften, Ärzten und Ergotherapeuten an. Ein facettenreiches Programm lud ein, das Thema Kindheit im Kontext des familiären als auch kulturellen Systems genauer zu betrachten.

Dr. Herbert Renz-Polster lud dazu ein, das natürliche Wesen von Babys und (Klein-)Kindern aus der Vogelperspektive anzuschauen. Die Kleinen orientieren sich an ureigenen Grundbedürfnissen. Aus diesem Grund äußert sich der Kinderarzt ausdrücklich gegen pädagogisches Catering in Form von komplexen Bildungsplänen. Vielmehr benötigen Kinder bis ins tiefe Grundschulalter stabile, soziale Beziehungen. Kompetente Fachkräfte spielen an dieser Stelle eine wichtige Nebenrolle. Eltern und andere Kinder spielen eine Hauptrolle. Sobald dieses Netz sozialer Strukturen den Nachwuchs nachhaltig umgibt, erwacht seine angeborene Neugier wie von selbst. Dank dieser fördern sich Kinder in einer artgerechten Umgebung mit Natur quasi selbst.

Neben dem freien Spiel standen Themen wie Plagiozephalie (lagerungsbedingte Schädelasymmetrie), Tragen von Babys, Selbstständigkeitsentwicklung durch Nähe, das Tragen von Babys als auch die Ernährung im ersten Lebensjahr auf der Tagesordnung.

Abschied mit großen Plänen

Gegen 16.00 Uhr verabschiedeten die Veranstalter das Publikum und bedankten sich bei Sponsoren als auch Kooperationspartnern. Dabei kündigten sie bereits an: „Es wird 2017 wieder ein interdisziplinäres Wochenende geben!“ Tatsächlich wurden die ersten Steine dafür bereits ins Rollen gebracht.

Sie wollen stets auf dem neuesten Stand bezüglich der geplanten Aktivitäten sein? Dann senden Sie uns einfach eine E-Mail

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| Kategorie: Allgemein

Ein 10€ Gutschein wartet als Dankeschön

In der Hansestadt und im Landkreis Rostock macht sich die bundesweite Haftpflichtdiskussion der freiberuflichen Hebammen bereits seit einiger Zeit deutlich bemerkbar. Aber: Hebammen und Familien brauchen eine sichere Zukunft!

Damit Hebammen für Familien im Landkreis und der Hansestadt Rostock auch noch für die Kinder ihrer Kinder da sein können, brauchen sie dringend Unterstützung. Proteste, Petitionen & Co. sind gut. Wichtige Entscheidungen werden jedoch meist nur auf Grundlage von Zahlen, Daten und Fakten getroffen. Aus diesem Grund beginnt gerade eine Online-Befragung für den Landkreis und die Hansestadt Rostock.

Die anonymen Fragen befassen sich mit regionalen Angeboten Früher Hilfen: Welche Rolle spielt die Hebamme für Familien? Wie wichtig ist sie bei der Vermittlung von Informationen zu regionalen Kurs- und Beratungsangeboten? Welche Anlaufstellen nutzen Hebammen? Welche Anlaufstellen nutzen Familien? Welche Wünsche haben Hebammen? Welche Informationen und Beratungsangebote wünschen sich Familien?

Familien & Hebammen bekommen nach der Teilnahme an der kurzen Befragung sofort einen Gutschein in Höhe von 10€ für colour and more im Rostocker Zentrum.

Online-Befragung:

  • Hebammen – Fragebogen einfach HIER klicken.

  • Familien – Fragebogen einfach HIER klicken.

Mehr Info gibt es unter www.abenteuerfamilie.net/hebammen .

| Kategorie: Allgemein

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Frau Schöniger

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Frau Seidenschnur

 

In den letzten Monaten hat sich in unserer Praxis personell einiges verändert.

So hat Frau Annalena Schulz unsere Praxis Ende Juli verlassen; sie übernimmt die Praxis Ihres Vaters, der ein Sabbatical einlegt.

An dieser Stelle bedanken wir uns herzlich für die tolle Zusammenarbeit.

Im September haben wir Frau Seidenschnur und Frau Schöniger als neue Teammitglieder gewinnen können. Beide sind zertifizierte Kindertherapeuten.

Frau Schöniger ist zudem in Ausbildung als Ostheopathin.

Frau Seidenschnur bringt Fertigkeiten in der Manuellen Therapie und Lymphdrainage mit ein.

 

Wir freuen uns auf eine gute und konstruktive Zusammenarbeit.

 

 

 

 

| Kategorie: Therapien

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Die Schulter schmerzt und Sie wissen nicht warum? Alltägliche Bewegungen, wie das Heben von Tellern aus dem Schrank, Schließen des BHs oder Ausziehen des Pullovers über den Kopf werden plötzlich zur Last, es kommt zu Ausweichbewegungen und Verspannungen. Physiotherapeuten diagnostizieren mithilfe einer ausführlichen Befunderhebung, wo die Hauptursache liegt und legen einen ganzheitlichen Behandlungsplan an. Durch manuelle Techniken, Haltungsschulung und einem aktiven Übungsplan können diese Art der Schulterbeschwerden auch nachhaltig gesenkt werden.

Hintergrund und Anatomie

Das Schultergelenk besitzt einen komplexen Aufbau und wird gebildet aus dem Schulterdach sowie dem Oberarmkopf, Schleimbeuteln, Gelenkkapsel, Bändern und Muskeln. Als Besonderheit wird das Schultergelenk im Gegensatz zu den meisten anderen Gelenken hauptsächlich über Muskeln. So lassen sich durch richtig angepasste Übungen und Techniken viele Schulterbeschwerden gut beheben.

Die schulterumgebende Muskulatur zentriert den Oberarmkopf unter dem Schulterdach und hält diesen unten. Dadurch wird der Abstand zwischen Oberarmkopf und Schulterdach kontrolliert. Kommt es zu Dysbalancen in diesem Bereich, kann das sogenannte Impingement-Syndrom entstehen, welches auch als Einklemmungs-Syndrom bezeichnet wird. Der Druck innerhalb des Gelenks steigt. Patienten, die unter einem Impingement-Syndrom leiden, vermeiden Überkopfbewegungen und haben beim Heben über die Seite besonders Beschwerden zwischen einem Bewegungswinkel von 60 und 120 Grad. Teilweise kommt es auch zu Schmerzsymptomen entlang des Oberarmes, ohne dass dort die direkte Ursache liegt. Hierbei handelt es sich um einen weitergeleiteten Schmerz.

Ursachen

Ein Impingement kann unterschiedliche Ursachen haben: Traumatische Erlebnisse, wie ein Sturz mit dem Fahrrad oder beim Skifahren können z. B. dazu führen, dass eine Muskelsehne gereizt oder gerissen ist. Die schulterumgebende Muskulatur kann in Folge einer Läsion nicht ihre volle Funktion erbringen und der Oberarmkopf wird nicht mehr mittig unter dem Schulterdach gehalten, er rutscht nach oben. Der Abstand verkleinert sich und bestimmte Bewegungen erzeugen Reibung und Schmerzen. Aber auch durch einseitige Arbeits- und Fehlbelastungen, einseitige muskuläre Schwächen, Verkalkungen und Entzündungen kann der Gelenkspalt verkleinert werden und es kommt zu bewegungsabhängigen Schmerzen.

Diagnostik

Die physiotherapeutische Befundaufnahme beinhaltet eine Beurteilung der körperlichen Statik und der relevanten Bewegungsabläufe. Der Physiotherapeut beobachtet, wie sich die Gelenkkörper während der Bewegung zueinander verhalten und kann Störungen erkennen. Zu dem Sichtbefund gehört immer auch der Tastbefund zur Beurteilung einer Bewegungsqualität.

Behandlung

Zunächst sollte möglichst konservativ behandelt werden. Mit Krankengymnastik wird Muskulatur aufgebaut, die dafür sorgt, dass sich die Druck- und Belastungsverhältnisse in der Schulter verbessern. Die Ziele bestehen darin, die Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit zu verbessern. Entlastende Gelenktechniken der Manuellen Therapie wie gezieltes Ziehen und das Gleiten des Oberarmkopfes in verschiedene Richtungen regen den Stoffwechsel an und verschaffen Erleichterung. Aufbauend geht es darum, die Rumpfaufrichtung zu erarbeiten, die so genannte Rotatorenmanschette in der Muskulatur zu aktivieren und zu kräftigen. Über Stützfunktionen wird die Koordination der Muskeln untereinander gefördert und Kraft aufgebaut.

Es ist wichtig, den gesamten Körper in die Behandlung miteinzubeziehen, besonders müssen begleitende Beschwerden in der Hals- und Brustwirbelsäule berücksichtigt werden. Der Physiotherapeut gibt Tipps, um einer gebeugten Körperhaltung mit nach vorne fallenden Schultern entgegenzuwirken. Das neu gewonnene Bewegungsausmaß sollte direkt in den Alltag übernommen und genutzt werden. Das zurückgewonnene Vertrauen in den Arm und die Bewegungsabläufe führen wieder zu mehr Selbstständigkeit und Lebensqualität.

 

Pressemitteilung des ifk.de vom 06.02.2015

| Kategorie: Allgemein

Unsere freie Mitarbeiterin Kathleen Lehr leitet am Montag, 08.06.2015 einen Handling-Kurs für Eltern.

Dort erklärt Sie wie man Säuglinge mit bestmöglichen Handgriffen unterstützen und halten kann.

Der Handling-Kurs findet im Rahmen eines wöchentllichen Elterntreffs zwischen 09.30 Uhr – 11.00 Uhr in den Räumen des Geburtshauses am Vögenteich statt.

Die Familienpädagogin Noreen Naranjos Velazquez organisiert im Rahmen des Eltern- Treffs regelmäßige Themenrunden, die von Fachleuten geleitete werden.

Der Unkostenbeitrag beträgt 2 Euro. Eine Anmeldung ist nicht nötig.